Big in Japan: Deutsche Lokale in Tokio schenken Gose aus
Wird die Gose zum Exportschlager? Nachdem das Leipziger Nationalgetränk - wie berichtet - vom Bayerischen Bahnhof nach Russland geliefert wird, geht's nun noch weiter gen Osten. 800 Flaschen Döllnitzer Rittergutsgose sind inzwischen in Japan angekommen und werden in drei Restaurants in Tokio genossen.
"Der Deal mit Japan kam zufällig über unsere Webseite zustande", erzählt Tilo Jänichen. "Die Kundin - Frau Imazato - fragte bei uns an und vermittelte uns auch gleich an ihren Kontaktmann in Hamburg. Die Dame betreibt drei deutsche Lokale in Tokio." Eins davon heißt "Die Wurst".
Gefragt, getan. Inzwischen sind die 800 Flaschen mit dem Getränk in Japan angekommen, der Export erfolgreich abgewickelt. Hergestellt wird die Sorte Döllnitzer Rittergutsgose von der Leipziger Familienbrauerei Bauer. Markeninhaber ist Adolf Goedecke, dessen Familie das Döllnitzer Gut bis zur Enteignung 1945 gehörte. Nach der Wende in seine Heimat zurückgekehrt gründete er mit seinem Geschäftspartner Tilo Jänichen die Firma W. Goedecke & Co., die vor drei Jahren einen Vertrag mit Bauer unterzeichnet hat.
Für den Gose-Export mussten die Döllnitzer zwar keine speziellen Etiketten mit fremdartigen Schriftzeichen anfertigen. "Nur eine gesonderte Zutatenliste war beizufügen", erklärt Jänichen, der inzwischen auch Gose-T-Shirts in Japanisch im Angebot hat.
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