Ausgangspunkt für unsere Gose-Wanderung ist die allseits bekannte Alt-Leipziger Gosenschenke mit dem denkwürdigen Namen "Ohne Bedenken", welche Sie in der Menckestraße Nr. 5 in Leipzig-Gohlis finden. Es ist die letzte erhaltene historische Gosenschenke der Messestadt.

Eingang zum Biergarten "Ohne Bedenken"
Früher gab es allein in Leipzig zirka achtzig Goseausschankstellen! Nachdem die Gose mit der Enteignung der bedeutendsten Gosebrauerei in Döllnitz bereits 1945 einen schweren Rückschlag erlitten hatte, kam 1966 mit der Einstellung der Goseherstellung bei der Brauerei Wurzler das scheinbar endgültige Aus für unser Nationalgetränk.
Erst 1986 wurde die zwanzigjährige gosenlose Zeit Dank der Bemühungen des Leipziger Spezialkneipiers Lothar Goldhahn beendet. Er eröffnete die Gosenschenke "Ohne Bedenken" wieder und braute schließlich von 1991 bis 1995 in seiner Dahlener Löwenbrauerei selbst Gose.

Theke im "Ohne Bedenken"
Seit 1999 stellt die Firma W. Goedecke & Co. wieder ihre berühmte "Döllnitzer Ritterguts Gose" in enger Zusammenarbeit mit der Leipziger Familienbrauerei Ernst Bauer her und inzwischen gibt es immerhin wieder rund achtzig Goseausschankstellen, wovon sich allein vierzig in Leipzig befinden!
Soviel zur Vorgeschichte. Beginnen Sie nun Ihre Tour mit einem ersten kräftigen Schluck Döllnitzer Ritterguts Gose in der gemütlichen Gosenstube oder - bei gutem Wetter noch besser - im urigen Gose-Biergarten! Alles was Sie schon immer über die Gose wissen wollten, beantwortet Ihnen Gosewirt Dr. Hennebach sicher gern. Sie können hier auch das von ihm herausgegebene Buch "Gose-Häppchen" erwerben, wo Sie interessante und amüsante Geschichten über die Gose und die Gosenschenke nachlesen können.

Blick zum Gohliser Schlößchen
Nachdem Sie sich nun gut für den Weg gerüstet haben, benutzen Sie den hinteren Ausgang durch den Gosengarten und Sie kommen auf den Poetenweg, in den Sie rechts einbiegen. Nach ca. 200 m sehen Sie rechts das wunderschöne Gohliser Schlößchen. Nachdem Sie den Anblick genossen haben, biegen Sie genau gegenüber links in die Turmgutstraße ein und fahren diese bis zum Ende. Dann überqueren Sie die Parthe auf einer hölzernen Brücke - an dieser Stelle beginnt das hintere Rosental.
Ca. 50 m nach der Brücke fahren Sie rechts zwischen drei kleinen Findlingen hindurch und dann entlang der Parthe, die Sie zur Rechten begleitet. Sie queren die Platner Straße und haben die Parthe weiterhin zur Seite. Die Kleingartenanlage Rosental grüßt Sie zur Rechten mit ihrer schmucken Pforte und Sie folgen weiter dem Verlauf des Flüßchens, welches bald nach rechts an einem Tennisplatz vorbei abschwenkt. Nach einer Brücke, die rot angestrichen ist, gabelt sich der Weg - Sie wählen den Weg halblinks. Ungefähr 50 m weiter auf dem Hügel liegt rechts von Ihnen der Aussichtsturm Rosental. Der Turm ist ein leicht anmutendes Stahlgerüst mit einer Aussichtsplattform. Es bietet sich ein wundervoller Ausblick über Leipzig, speziell an Tagen mit guter Sicht.

Aussichtsturm Rosental

Mündung Elstermühlgraben am Klärwerk Rosental
Nach dem Abstieg vom Turm fahren Sie auf dem Weg weiter in Richtung Norden unmittelbar auf einen kleinen Teich zusteuernd, den Sie auf der linken Seite umfahren. Am Ende des Teiches erreichen Sie den Marienweg (Kopfsteinpflasterstraße), in den Sie rechts einbiegen. Sie überqueren die Weiße Elster auf einer kleinen Brücke mit Brückenpfeilern aus Ziegelsteinen und fahren geradeaus weiter. Auf der Brücke sehen Sie links den Elstermühlgraben, der hier in die Weiße Elster mündet. Kurz danach befinden sich links die Anlagen des Klärwerkes Rosental und danach rechts ein kleines Bahnwärterhäuschen. Sie fahren die kleine Straße links davor weiter und nähern sich der S-Bahnbrücke über die Luppe.
Von hier aus machen Sie einen kleinen Abstecher in die Leutzscher Aue! Dazu überqueren Sie die Luppe. Nach 500 m entlang der Bahngleise gelangen Sie zum Nahlesteg - linkerhand sehen Sie die Kleine Luppe in die Nahle münden. Nach weiteren 300 m biegen Sie am Hinweisschild links in den Wald ein und sind schon am Ziel.

Mündung kleine Luppe in die Nahle

Gaststätte "Leutzscher Aue"
Leutzsch bietet gleich mehrere Stationen auf dem Gose-Wanderweg, die zwar kaum mehr als zweihundert Meter voneinander entfernt sind, aber für zwei Alternativen bei der Fortbewegungsart stehen: den Reiterhof Lukas mit seiner "Reiterklause" und das Gartenlokal "Waldluft".
Wer den Gosenweg zu Pferde zurücklegen oder in Gesellschaft von Gosenwirt zu Gosenwirt kutschiert werden möchte, ist beim Reiterhof Lukas an der besten Adresse. Hier braucht's kein Königreich für ein Pferd. Der Reiterhof ist kaum zu verfehlen. Die "Reiterklause" bietet eine wirklich opulente Speisekarte zu erfreulich unfeudalen Preisen und mit der Person ihres Inhabers einen Partner für die berittene Erkundung des Gose-Wanderwegs.

Reiterhof Lukas mit Reiterklause
Übrigens führt die Route der Reiter alsbald auf den Jakobsweg. Genau dort nämlich, wo Reiter geradewegs vom Reiterhof die Unterführung der Bahnlinie erreichen. Dort an der Brücke sehen wir das Wegzeichen des Jakobswegs, eine gelbe Muschel auf blauem Grund. Diese markiert, daß wir auf dem Jakobsweg angelangt sind. Genauer gesagt, auf einen der Jakobswege. Ob irgendwann einmal, wirklich alle Wege nach Rom führten, bleibe dahingestellt, aber dass im Mittelalter von überall her Wege nach dem spanischen Santiago führten, leidet keinen Zweifel. Die Pilgerfahrt dorthin, zum Grabe des Apostels Jakobus wurde für über die Maßen heilsam gehalten. Die Bereitschaft, sich um seiner Seele willen aus den hintersten Winkeln Europas auf die ein oder zwei Jahre währende und alles andere als sichere geschweige denn komfortable Pilgerfahrt zu begeben, war erstaunlich weit-verbreitet. Merkwürdig? Ach was, so grundsolide begründet, wie unsere Bereitschaft, um beinahe jeden Preis mit der Zeit zu gehen, war sie allemal.

Gaststätte "Waldluft"
Das Gartenlokal "Waldluft" liegt vom Reiterhof kommend, nur ca. 250 m gleich rechts um die Ecke, inmitten einer der kleinsten Gartensparten Leipzigs. Beinahe vollständig vom Wald umgeben, sind die winzigen von alten Lauben in Puppenstubenformat bestandenen Parzellen ein Urbild früher Kleingartenkultur. Die Zitate aus der Villenarchitektur an kaum kleiner denkbaren Holzhäuschen scheinen exemplarisch für das, was man früher kleinbürgerlich nannte. Wobei man darauf bedacht war, ein gerüttelt Maß Verachtung laut werden zu lassen - zu unrecht: jedermann sehen zu lassen, was einem das Leben zu wünschen übrig lässt, ist mindestens so legitim wie das Bedürfnis, Erfolg stilvoll in Szene zu setzen. Das Lokal selbst, dem ein kleiner Biergarten vorgelagert ist, wird engagiert geführt, ist liebevoll eingerichtet und was die Küche angeht, einfach und gut, also einfach gut.

Kleine Luppe in der Leutzscher Aue
Wer die Gartenkolonie verlässt, gelangt rechter Hand auf den Wanderweg und wenige Schritte weiter an eine Weggabelung. Der rechte Weg ist der rechte und führt - über die kleine Luppe - in den Wald, der hier etwas lichter und von Buchen geprägt ist. Lange dauert es aber nicht, bis man aus dem Wald heraustretend vor der Linie der alten Sächsisch-Thüringischen Eisenbahn steht und neuerlich rechts auf den Heuweg einbiegen muss. Der führt zunächst über die Nahle, sodann über Luppe zurück zur Wegekreuzung an der S-Bahnbrücke.
(Alternative: Zusatzstrecke über Plagwitz zum Cospudener See)
Aus der Leutzscher Aue kommend, sind Sie nun wieder an der Wegekreuzung an der S-Bahn-Brücke über die Luppe angelangt. Sie fahren darunter durch (Vorsicht, bitte Kopf einziehen!), biegen dann nach rechts oben auf den Dammweg ab und fahren entlang der Luppe, die nun links von Ihnen liegt. Dabei folgen Sie der blau-weißen Markierung in Richtung Auensee - auf der linken Uferseite sehen Sie jetzt als leichte Erhöhung die Möckernsche Kippe.
Gleich nach Unterquerung des Eisenbahn-Viadukts verlassen Sie den Luppedamm am km-Stein 10,80 und fahren auf dem unterhalb liegenden Weg weiter. Nach Überquerung der Gleise der Parkeisenbahn liegt nun der Auensee vor Ihnen. Sie lassen den See links liegen und fahren den Uferweg entlang. Nachdem Sie den See passiert haben, fahren Sie geradeaus weiter, überqueren abermals die Gleise und anschließend die Weiße Elster auf einer schönen, kleinen Holzbrücke.
Sie folgen anschließend der Straße Am Hirtenhaus, an deren Ende fahren Sie kurz links und biegen dann rechts auf die Linkelstraße ab, welche Sie bergan zum Rathaus Wahren führt. An der Straßenecke direkt gegenüber (Georg-Schumann-Straße), sehen Sie schon das Restaurant "Alt-Wahren", wo Sie der freundliche Wirt Uwe Hübner bereits mit einer frischen Gose erwartet!
Nach Ihrer Rast in Wahren fahren Sie einfach den oben beschriebenen Weg zurück zum Luppedamm. Alternativ können Sie aber auch am Ende der Linkelstraße der rechts abbiegenden Rittergutsstraße (Hauptstraße) über die Weiße Elster folgen, um schließlich auf der Gustav-Esche-Straße zum Norddamm der Luppe zurück zu kommen.

Neue Luppe Lützschena
Wieder auf dem Dammweg angekommen, folgen Sie der Luppe weiter flussabwärts. Kurz nach Überquerung der Gustav-Esche-Straße sehen Sie auf der linken Seite die Nahle in die Luppe münden. Danach können Sie auf der rechten Seite tote Elsterarme, die sog. Hundewasser, entdecken. Etwas später sehen Sie - ebenfalls auf der rechten Seite - einen weißen Pavillon. Kurz darauf biegen Sie rechts in den Schloßweg Richtung Auwaldstation ein. Sie folgen der kleinen kopfsteingepflasterten Straße und erreichen eine hölzerne Brücke über die Elster.
Sie befinden sich nun im Mühlengut von Lützschena, unmittelbar vor sich sehen Sie das Gutshaus und zur Linken die alte Wassermühle an der Elster. Rechts vom Gutshaus befindet sich die alte Schloßkirche. Nach der Durchquerung des Mühlengutes fahren Sie weiter geradeaus und sehen vor sich die grünspanbesetzte Kuppel der ehemaligen Sternburg-Brauerei. Sie halten sich an der nächsten Kreuzung links und folgen der Straße, bis diese in den Bauernsteig einbiegt. Dies ist auch die Richtung zum Bismarckturm. Vom Bauernsteig kommen Sie durch die Hohle Gasse in den Quasitzer Weg. Rechts ist die Gaststätte "Zur Grünen Aue", Sie biegen aber links ein und fahren weiter auf dem Weg Am Brunnen. Vor Ihnen befindet sich das Rathaus auf einer leichten Anhöhe. Hier biegen Sie links hoch in Richtung Elsterberg ein und gelangen zur Gastwirtschaft "Bürgerhaus" in Lützschena.
Hier sollten Sie sich - soweit es das Wetter erlaubt - unbedingt in den wunderschönen Biergarten "Auenblick" begeben, um die großzügige Aussicht über Fluß und Aue bei einem verdienten Glas Gose zu genießen. Für Ihren Wissensdurst können Sie sich gern an den hiesigen Wirt, Herrn Göhlitz sen., halten, der vieles über Leipzig und die Gose zu berichten weiß. Herr Göhlitz kann Ihnen außerdem auch einige alte Schaustücke zur Gose vorzeigen.
Hinweis: "Das Bürgerhaus" hat momentan nur zu Himmelfahrt und bei Veranstaltungen geöffnet. Bei größeren Wandergruppen kann jedoch vorab telefonisch ein Termin mit dem Wirt vereinbart werden (Telefon: 03 41/ 46 12 360).
Lützschena, seit 1221 Rittersitz, kam 1822 an den Leipziger Kaufmann Maximilian Speck. Der Mann war damals bereits ein gemachter Mann und brauchte das Gut nicht als Lebensgrundlage. Er leistete es sich wohl vornehmlich wegen des Vergnügens an der Einrichtung eines Mustergutes. Mit dieser Art Lust an der Agrarökonomie war Speck keineswegs allein. Wer das Zeug dazu hatte, scheint die Sache mit einer Spielfreude betrieben zu haben, die der unseren am Monopoly nicht unähnlich gewesen sein dürfte. Speck warf sich auf den Hopfenanbau, baute eine Brauerei und betrieb eine große Schäferei. 1836 bekam Speck dann vom bayerischen König den Adelsbrief - nicht den geringsten übrigens, er wurde Freiherr. Speck von Sternburg durfte er sich fortan nennen und unter diesem Namen firmierte nun auch seine Brauerei - Sternburg-Bier, das war in der Tat ein Gütesiegel sic transit gloria mundi. Was die Sternburgs aber wirklich groß gemacht hat, ist ihr Engagement für die Stadt Leipzig. Daß die eine der ältesten öffentlich zugänglichen bürgerlichen Bildersammlungen hat, verdankt sie nicht zuletzt dem Mäzenatentum Specks. Zum Dank hat man die Sternburgs 1945 enteignet und die Sternburgsche Residenz, 1864 nach englischem Vorbild unter Alexander Maximilian Speck von Sternburg erbaut, gründlich verunstaltet. Gottlob, die Sternburgs wollen es zu alter Schönheit bringen und auch die Anlage des romantischen Parkes Stück um Stück wieder herrichten.
Abermals gestärkt verlassen Sie nun Lützschena. Vom "Bürgerhaus" nehmen Sie zunächst den gleichen Weg wieder zurück, biegen dann aber bereits Am Brunnen rechts - dem Hinweisschild des Grünen Rings folgend - in die Hauptstraße Richtung Böhlitz-Ehrenberg ein, um so wieder auf den nördlichen Luppedamm zu gelangen. Auf dem Damm fahren Sie weiter flußabwärts und folgen der Ausschilderung in Richtung Schlobachshof (weiße Markierung mit blauen Streifen), um dann schließlich die Luppe in südlicher Richtung zu überqueren - vor Ihnen liegt nun das Domholz.

Domholzschenke
Nach der Brücke geht es nun rechts ab, weiter entlang des südlichen Luppedamms in Richtung Halle. Sie nehmen nach ca. 500 m den Abzweig, der Sie im spitzen Winkel nach links herunter auf den Waldweg in Richtung Kleinliebenau führt und folgen diesem gleich wieder nach rechts. Bald erreichen Sie die Verbindungsstraße Schkeuditz - Markranstädt.
An dieser Stelle können Sie entweder direkt weiter in Richtung Kleinliebenau fahren oder Sie machen den kleinen, aber lohnenden Abstecher zur "Holländischen Mühle" nach Dölzig.
Für den direkten Weg überqueren Sie einfach die Verbindungsstraße und folgen der Ausschilderung in Richtung Kleinliebenau, welches Sie nach 1 km erreicht haben. Im Ort angekommen, befinden Sie sich in der Gutshofstraße. An dieser Straße liegt auch Ihr nächstes Wanderziel, das "Gasthaus Kleinliebenau", wo Sie sich nach diesem Teilstück Ihrer Route ruhig eine Gose schmecken lassen oder auch etwas essen können.
Der traditionelle Gasthof stammt aus dem Jahre 1832 und wurde erst 1998 schön renoviert. Auch größere Wandergruppen finden im Innenbereich genügend Platz. Bei schönem Wetter sollten Sie natürlich wiederum dem wunderschönen Biergarten den Vorzug geben und sich unter den großen Kastanien ein bißchen ausruhen.
Wenn Sie sich zunächst für den Abstecher nach Dölzig entscheiden, biegen Sie nach dem Wald links in die Verbindungsstraße (Richtung Markranstädt) ein. Nach zirka 2 km sind Sie auch hier am Ziel und kehren in die sehr schöne "Holländische Mühle" ein. Diese Gastwirtschaft liegt direkt am alten Handelsweg von Merseburg nach Leipzig, auf dem einst auch die Gose mit Pferdewagen in die Messestadt transportiert worden ist.
Nach Ihrer Einkehr in Dölzig fahren Sie einfach den gleichen Weg zurück bis Sie die Abbiegung erreichen, die auf der linken Seite nach Kleinliebenau führt. Dann folgen Sie dem weiter oben beschriebenen Weg bis zum "Gasthaus Kleinliebenau".
| Strecke: |
5,5 km / über Dölzig 9,5 km |
| Verkehrsanbindung: |
Ab Schkeuditz Bus-, Bahn- und Straßenbahnverbindungen |
Mit frischen Kräften geht's nun weiter auf dem Weg durchs traditionelle Gosegebiet. Sie fahren jetzt die Gutshofstraße - auf der Sie gekommen sind - weiter und gelangen auf der wenig befahrenen Landstraße unter der Autobahn A 9 hindurch direkt nach Horburg.
In Horburg angekommen, fahren Sie an der Kirche vorbei und überqueren die Straße, um gegenüber in Richtung Behindertenwerkstätten auf dem schmalen Weg halblinks in den Horburger Hochwald hinein zu gelangen. Nach ca. 500 m Wald kommen Sie über einen größeren Waldweg. Sie fahren weiter geradeaus und später halblinks bis Sie auf die Kopfsteinpflasterstraße nach Dölkau stoßen, in welche Sie links einbiegen.

Schloss Dölkau
Nach einem kurzen Stück auf der Straße geht rechts ein frisch gekiester Feldweg ab, auf dem Sie Dölkau erreichen. Im Ort sehen Sie den großen Torbogen, welcher zum Schloss Dölkau gehört. Das Schloss wird zur Zeit renoviert - dort soll ein Tagungs- und Fortbildungszentrum entstehen. Sie passieren den Ort, indem Sie den Weg halblinks weiterfahren. Am Ende des Schloßareals biegen Sie nach rechts ab und überqueren anschließend die Brücke über die alte Luppe. Hinter der Brücke geht es nun links weiter über die Wiese am Nordufer des alten Luppebettes entlang, dann durch den Wald. Über die Brücke kommen Sie auf die andere Seite der Luppe und fahren zunächst links nach Zweimen und dann rechts zum "Gasthof Zweimen", wo Sie wieder eine frische Döllnitzer Gose genießen können.

Sumpfbiber an der Luppe bei Zweimen

Gasthof Zweimen
Nach der kühlen Erfrischung geht es links aus dem Ort hinaus und danach sofort rechts ab und wieder über eine etwas steilere Luppebrücke. Mit etwas Glück können Sie hier die Sumpfbiber in der Luppe beobachten. Nach der nächsten Rechtskurve fahren Sie bald wieder links in Richtung Westen. Von Ihrem Weg aus können Sie etwas später - ebenfalls auf der linken Seite - einen schönen Blick auf die Kirche von Zöschen werfen. Sie folgen diesem Weg solange, bis Sie an den Raßnitzer See (früher der "Ostsee") des ehemaligen Tagebaues Merseburg-Ost kommen.
An dieser Kreuzung, die mit drei kleinen Eichen bepflanzt ist ("Drei-Eichen-Kreuzung"), teilt sich der Gose-Wanderweg in die Nord- und die Südroute. Diese Abzweigung ist hier auch ausgeschildert.
Die Nordroute führt Sie nach rechts in nördlicher Richtung vorbei am Raßnitzer See über Weßmar, Ortsteil von Raßnitz - entlang der Weißen Elster - nach Burgliebenau.
Auf der Südroute gelangen Sie - links abbiegend - über Wallendorf und Löpitz auf dem Weg zwischen den beiden großen Seen ebenfalls nach Burgliebenau.
Nachdem Sie an der "Drei-Eichen-Kreuzung" links abgebogen sind, folgen Sie dem Uferverlauf des Raßnitzer Sees bis dieser in den Verbindungskanal zum Wallendorfer See übergeht. Dort verlässt der Weg die Uferlinie. Kurz danach biegen Sie links in den nächsten Wiesenweg ein, der Sie in südwestlicher Richtung zur Pretzscher Brücke über die alte Luppe direkt nach Wallendorf hinein führt. In Wallendorf fahren Sie zunächst geradeaus, um dann nach links oben in den Kellerberg einzubiegen, an dessen Ende Sie den historischen "Weinkeller Wallendorf" finden.
Der Legende zufolge soll bereits Kurfürst August Friedrich von Sachsen im Jahre 1538 hier eingekehrt sein. Leider hatte er's nicht so gut wie Sie - die Gose ist erst 200 Jahre später in unseren Gefilden eingeführt worden, als der Alte Dessauer 1738 das Ausschankrecht für die erste Gosenschänke beim Leipziger Rat erwirkte. Also: Nichts kann und soll Sie davon abhalten, sich nach Ihrem langen Weg bei einer wohlverdienten Gose und einem phantastischen Imbiss im urigen Gewölbe des Weinkellers - bei gutem Wetter auch davor im Freien - ordentlich zu stärken.
Das nächste Teilstück schaffen Sie nach dieser Rast nun auch noch - nach Löpitz ist es nicht allzuweit von hier.
Sie nehmen wieder die Kellerbergstraße zurück, biegen dann aber links unten in die Mühlstraße ab und kommen schließlich an der Wallendorfer Kirche vorbei auf den kleinen Weg links des alten Luppe-Bettes.
Sobald Sie die Brücke erreichen, überqueren Sie die Luppe und kommen auf einem zunächst asphaltierten Weg zurück zum Seeufer. Dort biegen Sie links ab, um auf dem Uferweg weiter entlang des Wallendorfer Sees in Richtung Löpitz, das heißt nach Westen, zu fahren.
Sobald Sie Löpitz linkerhand sehen, führt ein schöner Weg in den Ort hinein. Auf der Straße angekommen, ist gleich rechts die Gastwirtschaft "Zum Rittergut" zu finden, wo Sie Ihren quälenden Durst bei einer Gose kühlem Trunk unter herrlichen großen Bäumen stillen können.
Von der Gastwirtschaft nehmen Sie den schönen Weg nach Norden zurück zum Wallendorfer See. Sie müssen per Fahrrad jedoch den See ostwärts, d.h. rechts herum, umfahren. Sobald Sie auf dem Ost-West-Weg unterhalb der beiden Tagebauseen angelangt sind, müssen Sie nach rechts, Richtung Osten abbiegen (nach links ist der kürzere Fußweg). Diesen Weg verfolgen Sie weiter auch über die Abzweigung nach Wallendorf hinweg solange, bis nach Norden die Landbrücke zwischen den beiden Seen liegt. Dort biegen Sie jetzt nach links ab. Nach kurzer Zeit kommen Sie über einen größeren Graben, der die beiden Seen verbindet, aber zeitweise kein Wasser führt.
Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten:
Sie können zum einen den etwas kürzeren Weg wählen, der Sie nach der Brücke des Verbindungsgrabens weiter geradeaus führt. Wenn Sie an die eingezäunte Eichenschonung kommen, biegen Sie links ein. Sie sehen auch den Aussichtsberg, der am See liegt. In dessen Höhe ist der Weg mit einer Fahrzeugschranke gesperrt. Bald nach der Schranke gabelt sich der Weg. Sie nehmen die rechte Gabelung und kommen durch die Schonung schließlich an den See. Diesen Weg verfolgen Sie beständig am See entlang und umrunden ihn, bis Sie rechter Hand schon bei den ersten Häusern von Burgliebenau ankommen. Sie biegen dort sofort rechts ein, überqueren die Straße ("Fürstendamm") ins Dorf hinein. Über die Dorfstraße finden Sie linker Hand bald den Dorfkrug "Zur Grünen Aue" am Hirtenplatz, um Rast zu machen und bei einem Glas Gose das gemütliche Dorfambiente zu genießen.
Sie können aber auch den etwas längeren Weg direkt am See entlang nehmen. Hierzu müssen Sie sich hinter der Brücke auf einem - zur Zeit noch schlecht ausgebautem Stück - durch etwas unebenes Gelände ca. 50 m bewegen, bis Sie direkt auf dem - wieder ausgebauten - Weg am Ufer entlang ankommen. Sie umrunden den See - wie vorher schon beschrieben - und kommen dann ebenfalls nach Burgliebenau. Vielleicht planen Sie Ihren Ausflug auch so ein, dass Sie eines der schönen Sommerkonzerte in der Barockkirche zu Burgliebenau genießen können. Die Kirche wurde durch den bekannten, seit vielen Jahren in Burgliebenau lebenden Künstler Hans Rothe vor dem Verfall gerettet und durch dessen jahrelange unermüdliche Arbeit wieder zu neuem Glanz gebracht. Der Gewandhausorganist Michael Schönheit organisiert hier wunderbare Konzerte.
In Burgliebenau hat heute auch die 1824 gegründete Firma W. Goedecke & Co., welche die "Döllnitzer Ritterguts Gose" nach dem alten Geheimrezept der Familie Goedecke herstellt, ihren Sitz. Dort wohnt auch Adolf Goedecke, der als Sohn des letzten Rittergutsbesitzers, im Jahre 1999 die alte Gose-Tradition wieder aufgenommen hat.
Von Kleinliebenau kommend haben Sie den ersten großen See - den Raßnitzer See - erreicht. An der "Drei-Eichen-Kreuzung" fahren Sie rechts ab. Sie sehen nach ca. 2 km den Aussichtsturm unterhalb von Raßnitz. Nach einem Rundblick von oben überqueren Sie dann die Brücke über die Elster nach Norden. Rechts sehen Sie die Kirche von Weßmar, einem Ortsteil von Raßnitz.
Hier können Sie entweder auf dem Damm zum Sportplatz kommen oder Sie nehmen die kleinen Straßen und schmalen Wege durch den Ort in Richtung Sportplatz. Hier finden Sie auch die "Sportgaststätte Raßnitz", wo Sie sich nach Ihrer radsportlichen Betätigung einen ordentlichen Schluck Gose genehmigen können.
Sie überqueren auf dem Rückweg wieder die Brücke über die Elster und biegen beim Aussichtsturm rechts ab, kommen durch eine Gegend mit teilweise Jungwald und Feldern und dann am Westsee vorbei direkt nach Burgliebenau. Sie überqueren den "Fürstendamm" (Landstraße) und kommen in den Ort hinein. Der Weg zum Dorfkrug "Zur Grünen Aue" ist ausgeschildert. Im gemütlichen Dorfambiente werden Ihnen sowohl schmackhafte Speisen als selbstverständlich auch eine zünftige Döllnitzer Ritterguts Gose angeboten.
In Burgliebenau sollten Sie auf keinen Fall versäumen, sich nach den Konzerten in der Barockkirche zu erkundigen. Diese Kirche wurde vom mitteldeutschen Künstler Hans Rothe in langer Kleinarbeit original restauriert und der Leipziger Gewandhausorganist Michael Schönheit hat für die Orgel gesorgt. Er ist auch der Organisator innerhalb des "Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e. V.". Beide Künstler leben in Burgliebenau.
In Burgliebenau vereinigen sich Nord- und Südroute wieder zu einer gemeinsamen Wegführung. Es geht nun auf dem Hauptweg weiter über Döllnitz, Dieskau und Ammendorf nach Wörmlitz.
Falls Sie aber an dieser Stelle ein ganzes Stück abkürzen möchten, bieten wir Ihnen weiter unten eine Alternativstrecke von Burgliebenau über Kollenbey nach Planena an.
(Alternative: siehe Von BURGLIEBENAU durch die Saaleaue nach WÖRMLITZ)
Sie haben inzwischen so einiges über die Gose und ihre Geschichte erfahren und wahrscheinlich auch das eine oder andere Stengelglas geleert, um nun an die Wiege des "vorzüglichen Stoffes" herangeführt zu werden. Es geht nach Döllnitz, wo der Goslarer Braumeister Johann Phillip Ledermann im Jahre 1824 die erste "Döllnitzer Ritterguts Gose" auf dem Goedecke'schen Rittergut braute. Damals ahnte freilich noch niemand, daß die Ritterguts-Gose-Brauerei einst Gose-Hauptlieferant für Leipzig und Halle werden sollte.

Elsteraue bei Burgliebenau
Von der "Grünen Aue" kommend verfolgen Sie die Dorfstraße an der Barockkirche vorbei, über die Brücke über das alte Elster-Bett bis auf den Süddamm der Elster. Auf oder unter dem Damm geht es ein kleines Stück flussaufwärts bis zur Straßenbrücke, auf der Sie die Elster überqueren (der Weg über die flussabwärts gelegene Eisenbahnbrücke ist offiziell nicht erlaubt!).
Nach der Brücke geht es dann auf dem Norddamm flussabwärts weiter. Kurz nach Unterquerung der Eisenbahnbrücke erreichen Sie bald den sogenannten "Hubschütz". Hier verläßt die Elster das kanalisierte und eingedeichte Bett und nimmt wieder ihren schönen mäandernden Verlauf durch den Wald nach Döllnitz.

Der Hubschütz - ein Regulierungswehr an der Elster bei Döllnitz

Elsterwehr Döllnitz

Wald beim Hubschütz
Am Hubschütz haben Sie nun zwei Möglichkeiten:
Der kürzere Weg: Wer es eilig hat, nimmt den Weg vor dem Hubschütz rechts und kommt so zum Ortseingang Döllnitz. Dort biegt man links ab und gelangt sehr bald durch einen schmalen Fußweg zur Kirche und zur verfallenen Döllnitzer Mühle. Weiter geht es geradeaus in die Elstergasse zum bekannten Döllnitzer Gasthof "Bad". Hier können Sie Ihre Döllnitzer Gose am originalen Ort genießen! Seinen Namen hat die Wirtschaft übrigens daher, daß sich hier an der Weißen Elster im 19. Jahrhundert ein beliebtes Fluß- und Wannenbad befunden hat, welches noch bis 1959 genutzt wurde.

Verfallene Döllnitzer Mühle an der Mühlelster
Der interessantere Weg: (nur in der zweiten Jahreshälfte möglich!)* Bald nach dem Hubschütz führt ein Weg rechts hinunter und dann direkt in den Wald hinein. Nach 500 m geht es einmal rechts und über die Falkenbrücke, dann gleich wieder links auf einem bei feuchten Wetter etwas matschigem Weg.
Nach dem Wald kommen Sie zur schmalen Fußgängerbrücke, die Sie über den Hauptarm der Elster führt. Dann folgt eine breitere Brücke über die Mühlelster zur Mühle. Die Mühle ist leider sehr verfallen bzw. zerstört, teilweise auch schon abgerissen. Hinter der Mühle geht es links die Elstergasse entlang zum Döllnitzer Gasthof "Bad".

Gasthof "Bad" in Döllnitz

Gosewagen auf dem Gasthof "Bad"
* (In den Monaten Januar bis Juni ist der Wald zum Teil aus Vogelschutzgründen gesperrt. In der zweiten Jahreshälfte kann wieder durch den Wald gewandert werden, da dann die Brutzeit beendet ist.)
Wenn Sie die Döllnitzer Traditionsgaststätte verlassen, führt Sie der interessante Weg jetzt nach Dieskau. Vom "Bad" fahren Sie die Elsterstraße weiter nach links in Richtung des leider verfallenen Döllnitzer Gutes, das jetzt zumindest in Teilen etwas ausgebaut wird.

Döllnitzer Gut
Links sehen Sie das einst stolze Rittergut mit dem Storchennest oben auf dem Schornstein und rechts die bis 1945 betriebene gutseigene Mälzerei - zuletzt Lackfabrik. Hier wurde früher fast alles selbst hergestellt: Das Getreide für das Malz, die Kohle für die Befeuerung der Braukessel, die Ziegel für die Gutsgebäude usw. Selbst die Pferde, die die berühmten braunen Gosewagen nach Halle und Leipzig zogen, wurden hier selbst gezüchtet. Einen kleinen Eindruck, wie es hier früher aussah, vermittelt das historische Werbeplakat von 1908, welches im Hintergrund das Rittergut zeigt (siehe Vorwort).

Feld zwischen Döllnitz und Dieskau
Sie biegen nun halbrechts in die Ledermannstraße ein. Johann Phillip Ledermann war - wie bereits erwähnt - der erste Braumeister der Döllnitzer Ritterguts Gose ab 1824. Sie kommen nun auf die Hallesche Straße. Nach links ist der Eingang zum Döllnitzer Gutshaus, jetzt Begegnungsstätte für die Jugend - auch hier lohnt sich ein Blick hinein. Sie müssen aber nach Dieskau den Berg gegenüber hinauf und geradeaus weiter in die Mühlenstraße und kommen immer geradeaus - Sie sehen jetzt schon die Spitze vom Dieskauer Park - dorthin. Die Hecke am Feldweg wurde 1992 von vielen freiwilligen Helfern an nur einem einzigen Tag gepflanzt.

Blick zum Schloss Dieskau

Dieskauer Park
Park und Schloß sind eine separate Reise wert. In der Kirche gibt es auch hier die bekannten Konzerte des "Dieskauer Sommers". Bei den Schloßführungen Sonnabend und Sonntag jeweils 14.00 und 16.00 Uhr werden hochinteressante Informationen über Baugeschichte, historische Entwicklung, Park usw. geboten. Im "Schloßcafé Dieskau" gibt es dann auch wieder eine gemütliche Gose.
| Strecke: |
3,3 km |
| Verkehrsanbindung: |
Bundesbahn ab Bahnhof Dieskau - Zwintschöna nach
Leipzig und Halle. Busanbindung nach Halle. |
Vom Dieskauer Schloß nehmen Sie jetzt am besten einen anderen Weg durch den Park in Richtung Süden. Am Parkende kommen Sie auf jeden Fall zum Sportplatz der Kanuten des Osendorfer Sees. Sie überqueren die Straße. Dann folgen Sie dem Weg weiter parallel zur Straße abwärts und biegen dann nach einem Hinweisschild "Gosewanderweg Ammendorf" rechts ab und verfolgen diesen Weg am Waldessaum entlang, überqueren einen Acker nach links und kurz noch einmal links und wieder rechts, stehen Sie vor der landwirtschaftlichen Betriebsstelle des Gutes Döllnitz.

Eingang Gut Döllnitz
Von hier aus wird die biologisch-dynamische Landwirtschaft in der Gemarkung Döllnitz und in der Elsteraue betrieben. Von unserem Verein wird der Wald oberhalb der Anlage bewirtschaftet. Sie steigen jetzt den schrägen Weg in den Wald hinauf und verfolgen ihn, bis es wieder leicht bergab geht.

Aufstieg zur Osendorfer Kippe
Wer es hier jetzt jedoch eilig hat, nach Hause zu kommen, der nimmt den Weg mit dem darüberliegenden Baum (verhindert das Befahren mit Motorfahrzeugen) und kommt unten am Fuß des Waldes auf die Alfred-Reinhardt-Straße, die direkt nach Ammendorf hineinführt. Unten geht es rechts unter der Bahn durch zur Straßenbahnhaltestelle.
| Strecke: |
6,4 km |
| Verkehrsanbindung: |
Bus-, Bahn- und Straßenbahnverbindungen nach Halle und Merseburg |
Von der Straßenbahnhaltestelle (Florian-Geyer-Platz) in Ammendorf kommend geht es jetzt weiter in Richtung Beesen. Den Platz überquert man links in die Dimitroffstraße hinab. Man verläßt diese Straße schon nach ca. 200 m und fährt halblinks auf die Feuerwehr zu. Nun folgt man der ruhigeren Elsterstraße in Richtung Beesen. Dort wieder gelangt man zurück auf die Dimitroffstraße und fährt gerade aus nach Beesen hinein und hindurch.

Schafbrücke über die Elster bei Beesen
Wenn Sie allerdings noch einen kleinen Abstecher machen wollen, fahren Sie oben auf der Dimitroffstraße und biegen - sobald Sie das Gut sehen - links in die Gutsstraße ab. Hier können Sie einen Blick in die Waldorf-Schule im Beesener Gut mit der gelungenen Kombination von alten Gutsgebäuden und inspirierender anthroposophischer Architektur werfen und sich vielleicht über das Besondere an der Waldorf-Pädagogik informieren.
Hinter Beesen geht es von der Dimitroffstraße einige Meter auf der großen Karlsruher Straße und dann beim Rondell links in die Kaiserslauterner Straße, der man bis zur Kreuzung nach Röpzig folgt. An dieser Kreuzung, an der sich das Telekomgebäude befindet, biegen Sie rechts in den Eierweg ab. Diesen Weg fahren Sie immer weiter geradeaus und am Ende nach links wie ausgeschildert.
Dann unter der Hochspannungsleitung in die Prager Straße hinein und an deren Ende wieder nach rechts in die Kaiserslauterner Straße. Weiter geht's unter der Bahn hindurch, dann haben Sie die Gastwirtschaft "Wörmlitzer Hof" erreicht und können erst einmal rasten.
Wie oben angekündigt, können Sie von Burgliebenau aus auch auf einer Alternativstrecke nach Halle-Wörmlitz gelangen. Allerdings müssen Sie dann leider Döllnitz und Dieskau auslassen.
Der Weg führt als erstes nach Kollenbey, dem wunderhübschen Auendörfchen. Sie fahren dazu zunächst auf der Landstraße (Fürstendamm) nach Süden in Richtung Merseburg und biegen dann auf einen etwas löchrigen, aber meist trockenen Feldweg rechts ab und kommen schließlich nach Kollenbey. (Leider ist das Befahren des Damms nördlich von Burgliebenau von der Wasserwirtschaft nicht gestattet - Sie wären sonst sehr schnell durch eine wunderschöne Landschaft nach Kollenbey gelangt.)
Döllnitz wie Kollenbey haben Störche. In Kollenbey fahren Sie die wenig befahrene Straße in Richtung Bundesstraße B 91 nach Westen. Sie kreuzen die Bundesstraße direkt und folgen dem Schild nach Planena. Sie finden in diesem Ort bereits Schilder zum "Saale-Wanderweg", denen Sie bitte aufmerksam folgen.
Sowie Sie die Saale hinter Planena über das Wehr überquert haben, zeigt das Schild scharf nach links und nun kommen Sie nach Rattmannsdorf und gelangen auf die Hauptstraße in Richtung Holleben, allerdings auf einem separaten Radweg, der größtenteils durch Leitplanken geschützt ist. Rechts haben Sie die Saale, links die schönen Rattmannsdorfer Teiche - dies entschädigt für ein bißchen Verkehrslärm an der Hauptstraße.
Auf diesem Weg kommen Sie nach Hohenweiden. Dort zeigt wieder ein "Saale-Wanderweg"-Schild nach rechts in den Ort hinein. Wenn Sie an ein Vorfahrtsschild gelangen, fahren Sie noch einmal rechts ab in Richtung Röpzig.
Hinter Röpzig geht es über die Saale und dann den Eierweg steil bergauf. Oben lassen Sie das Telekomgebäude links liegen und fahren den nun schmaler werdenden Eierweg immer weiter geradeaus bis nach links ausgeschildert ist. Dann unter der Hochspannungsleitung in die Prager Straße hinein und an deren Ende nach rechts in die Kaiserslauterner Straße. Weiter geht's unter der Bahn hindurch, dann zur Gastwirtschaft "Wörmlitzer Hof", wo Sie erst einmal rasten können.

Wörmlitzer Hof
An dieser Stelle stößt die Alternativstrecke von Burgliebenau über Kollenbey wieder auf den regulären Gose-Hauptweg.
Von WÖRMLITZ die Saale entlang zum GIEBICHENSTEIN
Nach einer Rast im "Wörmlitzer Hof" fahren Sie den Böllberger Weg in nördlicher Richtung weiter, parallel zum Saaleverlauf immer berghoch.
Achtung: Nach viel zu lange donnerndem Verkehr auf dem Böllberger Weg geht es an der Stelle, an der es rechts in die Warneck-Straße abgeht, links zur Saale hinunter. Sie überqueren auf der Hafenbahnbrücke die Gerbersaale, welche ein Seitenarm des sich kurz vor der Brücke teilenden Saaleflusses ist. Sie befinden sich nun auf einer Flußinsel, die Pulverweiden heißt, und fahren der Gerbersaale flussabwärts folgend weiter. Vielleicht können Sie an den zerfallenen Industrieruinen, die Sie bald passieren werden, doch noch etwas Gefallen finden. Sie fahren unter der großen Straßenbrücke hindurch auf das Halloren- und Saline-Museum zu und biegen am Kaufhaus Karstadt links in die Mansfelder Straße ab. Auf der Elisabethbrücke gelangen Sie über die Stromsaale und fahren nach der Brücke sofort rechts hinunter und folgen wieder dem Flusslauf.

Blick auf den Dom vom Karstadt Halle
Schließlich gelangen Sie nahe einer weiteren Teilung des Flusses auf der Schafbrücke über die hier links abzweigende Wilde Saale auf die Peißnitz-Insel. Dort fahren Sie auf den Hauptwegen am ehemaligen Gut Gimmritz vorbei und biegen vor dem Planetarium rechts ab und überqueren den Hauptstrom der Saale auf der Brücke der Freundschaft. Gleich danach biegen Sie im 270°-Winkel ab und fahren unter der Brückenauffahrt hindurch. Bald gelangen Sie über die Ochsenbrücke und fahren anschließend am Rive-Ufer weiter flussabwärts in Richtung Giebichenstein. Der Legende nach soll dort Landgraf Ludwig von Thüringen - mit einem Umhang als Fallschirm - von der Burg in die Saale gesprungen und somit seinem Todesurteil entronnen sein - fortan nannte man ihn deshalb "Ludwig den Springer".
Vor dem Giebichenstein und der Kröllwitzer Brücke geht es rechts die Fährstraße hoch und gleich noch einmal rechts in die Burgstraße hinein. Auf der rechten Seite der Burgstraße finden Sie in Nr. 71 die urige Hallische "Gosenschänke", die sehr viel von ihrem alten Flair erhalten hat. Jedes Jahr ab Himmelfahrt ist auch der Biergarten für Sie geöffnet. In dieser gepflegten Gastlichkeit wird Ihnen Gosenwirt Ingo Schneider nicht nur die wohlverdiente Abschluss-Gose servieren, sondern Ihnen auch noch einiges Interessantes zur Gosenschänke und natürlich zur Gose erzählen können. (Übrigens gibt es hier ganz in der Nähe eine kleine und eine große Gosenstraße.)
| Strecke: |
6,0 km |
| Verkehrsanbindung: |
Straßenbahn ins Stadtgebiet und zum Hauptbahnhof, vom Hauptbahnhof Bahnverbindung nach Leipzig |
Tipp: Falls Sie immer noch nicht müde sind, gibt es in Halle noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten und - Sie ahnten es wahrscheinlich - weiterer Gosekneipen, z.B. den "Fritzengarten" am Jägerplatz oder die "Alte Post" in der Bernburger Straße.
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Sie haben den Weg geschafft - Gratulation & Goseanna!
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