Ausgangspunkt für unsere Gose-Wanderung ist die allseits bekannte Alt-Leipziger Gosenschenke
mit dem denkwürdigen Namen "Ohne Bedenken", welche Sie in der Menckestraße Nr. 5 in Leipzig-
Gohlis finden. Es ist die letzte erhaltene historische Gosenschenke der Messestadt.

Eingang zum Biergarten "Ohne Bedenken"
Früher gab es allein in Leipzig zirka achtzig Goseausschankstellen - darunter viele berühmte
Gosenschänken, d.h. Hochburgen dieses famosen Getränks. Zu dieser Zeit war die Gose das meist getrunkene Bier in der Messestadt! Nachdem die Gose mit der Enteignung der bedeutendsten Gosebrauerei in Döllnitz bereits 1945 einen schweren Rückschlag erlitten hatte, kam 1966 mit der Einstellung der Goseherstellung bei der Brauerei Wurzler das scheinbar endgültige Aus für unser Nationalgetränk.
Erst 1986 wurde die zwanzigjährige gosenlose Zeit Dank der Bemühungen des Leipziger Spezialkneipiers Lothar Goldhahn beendet. Er eröffnete die Gosenschenke "Ohne Bedenken" wieder und braute schließlich von 1991 bis 1995 in seiner Dahlener Löwenbrauerei selbst Gose.

Theke im "Ohne Bedenken"
Seit 1999 braut die neu gegründete Traditionsfirma Original Ritterguts Gose GmbH wieder ihre berühmte
"Original Ritterguts Gose" nach dem alten Originalrezept und inzwischen gibt es immerhin fast einhundert Gose-Ausschankstellen, wovon sich die Mehrzahl in Leipzig befinden!
Soviel zur Vorgeschichte. Beginnen Sie nun Ihre Tour mit einem ersten kräftigen Schluck Original Ritterguts Gose in der gemütlichen Gosenstube oder – bei gutem Wetter noch besser – im urigen Gose-Biergarten! Alles was Sie schon immer über die Gose wissen wollten, beantwortet Ihnen Gosewirt Dr. Hennebach sicher gern. Sie können hier auch das von ihm herausgegebene Buch "Gose-Häppchen" bzw. "Das Buch Gose" erwerben, wo Sie interessante und amüsante Geschichten
über die Gose und die Gosenschenke nachlesen können.

Blick zum Gohliser Schlößchen
Nachdem Sie sich nun gut für den Weg gerüstet haben, benutzen Sie den hinteren Ausgang durch
den Gosengarten und kommen auf den Poetenweg, in den Sie rechts einbiegen. Nach ca. 200 m sehen Sie rechts das wunderschöne Gohliser Schlößchen. Nachdem Sie den Anblick genossen haben, biegen Sie genau gegenüber links in die Turmgutstraße ein und fahren diese bis zum Ende. Dann überqueren Sie die Parthe auf einer hölzernen Brücke - an dieser Stelle beginnt das hintere Rosental.
Ca. 50 m nach der Brücke fahren Sie rechts zwischen drei kleinen Findlingen hindurch und dann entlang der Parthe, die Sie zur Rechten begleitet. Sie queren die Platner Straße und haben die Parthe weiterhin zur Seite. Die Kleingartenanlage Rosental grüßt Sie zur Rechten mit ihrer schmucken Pforte und Sie folgen weiter dem Verlauf des Flüsschens, welches bald nach rechts an einem Tennisplatz vorbei abschwenkt. Nach einer Brücke, die rot angestrichen ist, gabelt sich der Weg - Sie wählen den Weg halblinks. Ungefähr 50 m weiter auf dem Hügel liegt rechts von Ihnen der
Aussichtsturm Rosental. Der Turm ist ein leicht anmutendes Stahlgerüst mit einer Aussichtsplattform.
Es bietet sich ein wundervoller Ausblick über Leipzig, speziell an Tagen mit guter Sicht.

Aussichtsturm Rosental

Mündung Elstermühlgraben am Klärwerk Rosental
Nach dem Abstieg vom Turm fahren Sie auf dem Weg weiter in Richtung Norden unmittelbar auf
einen kleinen Teich zusteuernd, den Sie auf der linken Seite umfahren. Am Ende des Teiches erreichen Sie den Marienweg (Kopfsteinpflasterstraße), in den Sie rechts einbiegen. Sie überqueren die Weiße Elster auf einer kleinen Brücke mit Brückenpfeilern aus Ziegelsteinen und fahren geradeaus weiter. Auf der Brücke sehen Sie links den Elstermühlgraben, der hier wieder in die Weiße Elster mündet. Kurz danach befinden sich links die Anlagen des Klärwerkes Rosental und danach rechts ein kleines Bahnwärterhäuschen. Sie fahren die kleine Straße links davor weiter und nähern sich der S-Bahnbrücke über die Luppe.
Von hier aus machen Sie jetzt einen kleinen Abstecher in die Leutzscher Aue! Dazu überqueren Sie zunächst einmal die Luppe. Nach 500 m entlang der Bahngleise gelangen Sie zum Nahlesteg – linkerhand sehen Sie die Kleine Luppe in die Nahle münden. Nach weiteren 300 m biegen Sie am Wegweiser links in den Wald ein und sind schon bald am Ziel.

Mündung kleine Luppe in die Nahle

Gaststätte "Leutzscher Aue"
Die Leutzscher Aue bietet gleich mehrere Stationen auf dem Gose-Wanderweg, die zwar kaum mehr
als zweihundert Meter voneinander entfernt sind, aber für zwei Alternativen bei der Fortbewegungsart stehen: den Reiterhof Lukas mit seiner "Reiterklause" und das Gartenlokal "Waldluft".
Wer den Gosenweg zu Pferde zurücklegen oder in Gesellschaft von Gosenwirt zu Gosenwirt kutschiert werden möchte, ist beim Reiterhof Lukas an der besten Adresse. Hier braucht’s kein Königreich für ein Pferd. Der Reiterhof ist kaum zu verfehlen. Die "Reiterklause" bietet eine wirklich opulente Speisekarte zu erfreulich unfeudalen Preisen und mit der Person ihres Inhabers einen Partner für die berittene Erkundung des Gose-Wanderwegs.

Reiterhof Lukas mit Reiterklause
Übrigens führt die Route der Reiter alsbald auf den Jakobsweg, welcher unseren Weg noch mehrmals kreuzen wird. Genau dort nämlich, wo Reiter geradewegs vom Reiterhof die Unterführung der Bahnlinie erreichen. Dort an der Brücke sehen wir das Wegzeichen des Jakobswegs, eine gelbe Muschel auf blauem Grund. Diese markiert, dass wir auf dem Jakobsweg angelangt sind. Genauer gesagt, auf einen der Jakobswege. Ob irgendwann einmal, wirklich alle Wege nach Rom führten, bleibt dahingestellt, aber dass im Mittelalter von überall her Wege nach dem spanischen Santiago führten, leidet keinen Zweifel. Die Pilgerfahrt dorthin, zum Grabe des Apostels Jakobus wurde für über die Maßen heilsam gehalten. Die Bereitschaft, sich um seiner Seele willen aus den hintersten Winkeln Europas auf die ein oder zwei Jahre währende und alles andere als sichere geschweige denn komfortable Pilgerfahrt zu begeben, war erstaunlich weit verbreitet. Merkwürdig? Ach was, so grundsolide begründet, wie unsere Bereitschaft, um beinahe jeden Preis mit der Zeit zu gehen, war sie allemal.

Gaststätte "Waldluft"
Das Gartenlokal "Waldluft" liegt, wenn man vorm Eingang zum Reiterhof steht, nur ca. 250 m gleich links um die Ecke, inmitten einer der kleinsten Gartensparten Leipzigs. Beinahe vollständig vom Wald umgeben, sind die winzigen von alten Lauben in Puppenstubenformat bestandenen Parzellen ein Urbild früher Kleingartenkultur. Die Zitate aus der Villenarchitektur an kaum kleiner denkbaren Holzhäuschen scheinen exemplarisch für das, was man früher kleinbürgerlich nannte. Wobei man darauf bedacht war, ein gerüttelt Maß Verachtung laut werden zu lassen – zu unrecht: jedermann sehen zu lassen, was einem das Leben zu wünschen übrig lässt, ist mindestens so legitim wie das Bedürfnis, Erfolg stilvoll in Szene zu setzen. Das Lokal selbst, dem ein kleiner Biergarten vorgelagert ist, wird engagiert geführt, ist liebevoll eingerichtet und was die Küche angeht, einfach und gut, also einfach gut.

Kleine Luppe in der Leutzscher Aue
Wer die Gartenkolonie verlässt, gelangt rechter Hand auf den Wanderweg und wenige Schritte weiter
an eine Weggabelung. Der rechte Weg ist der Rechte und führt - über die kleine Luppe - in den Wald, der hier etwas lichter und von Buchen geprägt ist. Lange dauert es aber nicht, bis man aus dem Wald heraustretend vor der Linie der alten Sächsisch–Thüringischen Eisenbahn steht und neuerlich rechts auf den Heuweg einbiegen muss. Der führt zunächst über die Nahle, sodann über Luppe zurück zur Wegekreuzung an der S-Bahnbrücke.
(Alternative: Zusatzstrecke über Plagwitz zum Cospudener See)
Aus der Leutzscher Aue kommend, sind Sie nun wieder an der Wegekreuzung an der S-Bahn-Brücke über die Luppe angelangt. Sie fahren links darunter durch (Vorsicht, bitte Kopf einziehen!), biegen dann nach rechts oben auf den Dammweg ab und fahren entlang der Luppe, die nun links von Ihnen liegt. Dabei folgen Sie der blau-weißen Markierung in Richtung Auensee – auf der linken Uferseite sehen Sie jetzt als leichte Erhöhung die Möckernsche Kippe.
Gleich nach Unterquerung des Eisenbahn-Viadukts verlassen Sie den Luppedamm (am km-Stein 10,80) und fahren auf dem unterhalb liegenden Weg weiter. Nach Überquerung der Gleise der Parkeisenbahn liegt nun der Auensee vor Ihnen. Sie lassen den See links liegen und fahren den Uferweg entlang. Nachdem Sie den See passiert haben, fahren Sie geradeaus weiter, überqueren abermals die Gleise und anschließend die Weiße Elster auf einer schönen, kleinen Holzbrücke. Sie folgen anschließend der Straße Am Hirtenhaus, an deren Ende fahren Sie kurz links und biegen dann rechts auf die Linkelstraße ab, welche Sie bergan zum Rathaus Wahren führt. An der Straßenecke direkt gegenüber Georg-Schumann-Straße), sehen Sie schon das Restaurant "Alt-Wahren", wo Sie der freundliche Wirt Uwe Hübner bereits mit einer frischen Gose erwartet!
Nach Ihrer Rast in Wahren fahren Sie einfach den oben beschriebenen Weg zurück zum
Luppedamm.*
*(Alternativ können Sie aber auch etwas abkürzen, indem Sie am unteren Ende der Linkelstraße der rechts abbiegenden Rittergutsstraße (Hauptstraße) über die Weiße Elster folgen, um schließlich auf der Gustav-Esche-Straße zum Norddamm der Luppe zurück zu gelangen.)

Neue Luppe Lützschena
Wieder auf dem Dammweg angekommen, folgen Sie der Luppe weiter flussabwärts. Kurz nach Überquerung der Gustav-Esche-Straße sehen Sie auf der linken Seite die Nahle in die Luppe münden. Danach können Sie auf der rechten Seite tote Elsterarme, die so genannten Hundewasser, entdecken. Etwas später sehen Sie ebenfalls auf der rechten Seite einen weißen Pavillon. Hier haben Sie die Wahl:
Entweder machen Sie einen Abstecher nach Lützschena
oder Sie fahren direkt weiter zur "Domholzschänke".
> Abstecher nach Lützschena:
Wenn Sie möchten, können Sie an dieser Stelle einen Abstecher nach Lützschena machen, indem Sie kurz nach dem weißen Pavillon rechts in den Schloßweg Richtung Auwaldstation einbiegen. Sie folgen der kleinen kopfsteingepflasterten Straße und erreichen eine hölzerne Brücke über die Elster.
Sie befinden sich nun im Mühlengut von Lützschena, unmittelbar vor sich sehen Sie das Gutshaus und zur Linken die alte Wassermühle an der Elster. Rechts vom Gutshaus befindet sich die alte Schloßkirche. Nach der Durchquerung des Mühlengutes fahren Sie weiter geradeaus und sehen vor sich die grünspanbesetzte Kuppel der ehemaligen Sternburg-Brauerei. Sie halten sich an der nächsten Kreuzung links und folgen der Straße, bis diese in den Bauernsteig einbiegt. Dies ist auch die Richtung zum Bismarckturm. Vom Bauernsteig kommen Sie durch die Hohle Gasse in den Quasitzer Weg. Rechts ist die Gaststätte "Zur Grünen Aue", Sie biegen aber links ein und fahren weiter auf dem
Weg Am Brunnen. Vor Ihnen befindet sich das Rathaus auf einer leichten Anhöhe. Hier biegen Sie links hoch in Richtung Elsterberg ein und gelangen zur Gastwirtschaft "Bürgerhaus" in Lützschena.
"Das Bürgerhaus" hat momentan leider nur zu Himmelfahrt und bei Veranstaltungen geöffnet. Bei
größeren Wandergruppen kann jedoch vorab telefonisch ein Termin mit dem Wirt vereinbart werden
(Telefon: 0341/ 46 12 360). Hier sollten Sie sich - soweit es das Wetter erlaubt - unbedingt in den
wunderschönen Biergarten "Auenblick" begeben, um die großzügige Aussicht über Fluss und Aue
bei einem verdienten Glas Gose zu genießen. Für Ihren Wissensdurst können Sie sich gern an den
hiesigen Wirt, Herrn Göhlitz senior, halten, der vieles über Leipzig und die Gose zu berichten weiß.
Herr Göhlitz kann Ihnen außerdem auch einige alte Schaustücke zur Gose vorzeigen.
Lützschena, seit 1221 Rittersitz, kam 1822 an den Leipziger Kaufmann Maximilian Speck. Der Mann
war damals bereits ein gemachter Mann und brauchte das Gut nicht als Lebensgrundlage. Er leistete
es sich wohl vornehmlich wegen des Vergnügens an der Einrichtung eines Mustergutes. Mit dieser
Art Lust an der Agrarökonomie war Speck keineswegs allein. Wer das Zeug dazu hatte, scheint die
Sache mit einer Spielfreude betrieben zu haben, die der unseren am Monopoly nicht unähnlich
gewesen sein dürfte. Speck warf sich auf den Hopfenanbau, baute eine Brauerei und betrieb eine
große Schäferei. 1836 bekam Speck dann vom bayerischen König den Adelsbrief - nicht den
geringsten übrigens, er wurde Freiherr. Speck von Sternburg durfte er sich fortan nennen und unter
diesem Namen firmierte nun auch seine Brauerei – Sternburg-Bier, das war in der Tat ein Gütesiegel
sic transit gloria mundi. Was die Sternburgs aber wirklich groß gemacht hat, ist ihr Engagement für
die Stadt Leipzig. Daß die eine der ältesten öffentlich zugänglichen bürgerlichen Bildersammlungen
hat, verdankt sie nicht zuletzt dem Mäzenatentum Specks. Zum Dank hat man die Sternburgs 1945
enteignet und die Sternburgsche Residenz, 1864 nach englischem Vorbild unter Alexander
Maximilian Speck von Sternburg erbaut, gründlich verunstaltet. Gottlob, die Sternburgs wollen es zu
alter Schönheit bringen und auch die Anlage des romantischen Parks Stück um Stück wieder
herrichten.
Nun verlassen Sie Lützschena wieder. Vom "Bürgerhaus" nehmen Sie zunächst den gleichen Weg
wieder zurück, biegen dann aber bereits Am Brunnen rechts – dem Hinweisschild des Grünen Rings
folgend - in die Hauptstraße Richtung Böhlitz-Ehrenberg ein, um so wieder auf den nördlichen
Luppedamm zu gelangen. Auf dem Damm fahren Sie weiter flussabwärts und folgen der
Ausschilderung in Richtung Schlobachshof (weiße Markierung mit blauen Streifen), um dann schließlich
die Luppe in südlicher Richtung zu überqueren - vor Ihnen liegt nun das Domholz.
> Weiter zur "Domholzschänke"
Nachdem Sie den weißen Pavillon passiert und Lützschena rechts liegen gelassen haben, folgen Sie
immer weiter dem Dammweg der Luppe entlang. Etwas flussabwärts folgen Sie der Ausschilderung
in Richtung Schlobachshof (weiße Markierung mit blauen Streifen), um dann schließlich die Luppe auf
einer Fußgängerbrücke in südlicher Richtung zu überqueren - vor Ihnen liegt nun das Domholz.
Nach der Brücke halten Sie sich erstmal rechts und folgen etwas später dem ersten Weg links in den
Wald hinein. Nach ungefähr 500 m stoßen Sie direkt auf die "Domholzschänke". Sie haben nun die
Wahl zwischen den wunderschönen Innenräumen oder dem herrlichen Biergarten. Bei diesem
Anblick wird Ihr Herz auf jeden Fall "Goseanna" rufen!

Domholzschänke



Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein kleines Forsthaus, welches zum Merseburger Domstift
gehörte. König Albert von Sachsen (1873 – 1902) nutzte dieses häufig als Unterkunft bei seinen
Jagdausflügen. Das Gasthaus selbst wurde 1928 als Ausflugslokal mitten in Deutschlands größtem
Auenwald eröffnet. Durch Brandstiftung brannte es im Jahre 2002 bis auf die Grundmauern nieder.
Der neue Besitzer hat dieses traditionsreiche Lokal erst vor wenigen Jahren wiedererrichtet und so
für die Nachwelt gerettet.
Sie verlassen die "Domholzschänke" nun auf dem breiten Waldweg Richtung Westen (nach links).
Sie kommen nach ca. 500 m an einer großen Wiese vorbei und dann wieder ein kurzes Stück durch
den Wald. Bald erreichen Sie die Verbindungsstraße Schkeuditz – Markranstädt (B 186).
Hier können Sie entweder direkt weiter nach Kleinliebenau fahren
oder Sie machen einen Abstecher zur "Holländischen Mühle" nach Dölzig
> Abstecher nach Dölzig:
Wenn Sie sich zunächst für den Abstecher nach Dölzig entscheiden, biegen Sie nach dem Wald links
in die Bundesstraße 186 (Richtung Markranstädt) ein. Nach zirka 2 km sind Sie auch schon am Ziel und
kehren in die sehr schöne "Holländische Mühle" ein. Diese Gastwirtschaft liegt direkt am alten
Handelsweg von Merseburg nach Leipzig, auf dem einst auch die Gose mit Pferdewagen in die
Messestadt transportiert worden ist.
Nach Ihrer Einkehr in Dölzig fahren Sie einfach den gleichen Weg zurück bis Sie wieder die
Abbiegung erreichen, die auf der linken Seite nach Kleinliebenau führt. Dann folgen Sie dem
nachfolgend beschriebenen Weg bis zum "Gasthaus Kleinliebenau".
> Direkt nach Kleinliebenau:
Für den direkten Weg überqueren Sie einfach die Bundesstraße 186 und folgen der Ausschilderung in
Richtung Kleinliebenau, welches Sie bereits nach 1 km erreicht haben. Im Ort angekommen,
befinden Sie sich in der Gutshofstraße. An dieser Straße liegt auch Ihr nächstes lohnendes Wanderziel,
das "Gasthaus Kleinliebenau", wo Sie sich nach diesem Teilstück Ihrer Route ruhig eine Gose
schmecken lassen oder auch etwas essen können.




Gasthaus Kleinliebenau
Der traditionelle Gasthof stammt aus dem Jahre 1832. Er wurde 1998 schön renoviert und erst kurz
vor Himmelfahrt 2007 unter neuem Wirt wiedereröffnet! Auch größere Wandergruppen finden im
Innenbereich genügend Platz. Bei schönem Wetter sollten Sie natürlich dem sehr schönen Biergarten
den Vorzug geben und sich unter den großen Kastanien ein bisschen ausruhen..
| Strecke: |
3,0 km |
| Verkehrsanbindung: |
Ab Schkeuditz Bus-, Bahn- und Straßenbahnverbindungen |
Mit frischen Kräften geht’s nun weiter auf dem Weg durchs traditionelle Gosegebiet. Sie fahren jetzt die Gutshofstraße - auf der Sie gekommen sind - weiter und gelangen auf der wenig befahrenen
Landstraße unter der Autobahn A 9 hindurch direkt nach Horburg.
Hinweis: Zwischen Horburg und Wallendorf läuft die "Salzstaße" (grün-weiße Markierung) parallel.
In Horburg angekommen, fahren Sie an der Kirche vorbei und überqueren die Straße, um gegenüber
in Richtung Behindertenwerkstätten auf dem schmalen Weg halblinks in den Horburger Hochwald
hinein zu gelangen. Nach ca. 500 m Wald kommen Sie über einen größeren Waldweg. Sie fahren
weiter geradeaus und später halblinks, bis Sie auf die Kopfsteinpflasterstraße nach Dölkau stoßen, in
welche Sie links einbiegen.

Nach einem kurzen Stück auf der Straße geht rechts ein frisch gekiester Feldweg ab, auf dem Sie
Dölkau erreichen. Im Ort sehen Sie einen großen Torbogen, welcher zum Schloss Dölkau gehört.
Das Schloss wurde erst kürzlich renoviert und dient heute als Tagungs- und Fortbildungszentrum.
Sie passieren den Ort, indem Sie den Weg halblinks weiterfahren.

Schloss Dölkau

Dölkauer Gut
Am Ende des Schlossareals können Sie auf der Straße direkt nach Zweimen weiter fahren.*
* (Alternativ können Sie hier aber auch rechts abbiegen. Anschließend überqueren Sie die Brücke
über die alte Luppe. Nach der Brücke geht es nun links weiter über die Wiese am Nordufer des
alten Luppebettes entlang, dann durch den Wald bis zu einer kleinen Brücke mit rotem Geländer.
Hier können Sie meistens einige Sumpfbiber am Ufer des Flüsschens spielen sehen. Über diese
Brücke kommen Sie nach Zweimen hinein, halten sich dort erst links und kommen dann rechts
hoch zur Dorfstraße.)

Sumpfbiber an der Luppe bei Zweimen




Gasthof Zweimen
Direkt an der Dorfstraße finden Sie den "Gasthof Zweimen" mit seinem schönen Biergarten, wo Sie
wieder eine frische Original Ritterguts Gose genießen können.

Nach der kühlen Erfrischung geht es nun links auf der Dorfstraße aus dem Ort hinaus. Am
Ortausgang geht es sofort rechts ab und dann über eine etwas steilere Brücke wieder über die Luppe.
Nach der nächsten Rechtskurve fahren Sie bald wieder links in Richtung Westen. Von Ihrem Weg
aus können Sie etwas später - ebenfalls auf der linken Seite - einen schönen Blick auf die Kirche von
Zöschen werfen. Sie folgen diesem Weg solange, bis Sie die Wegekreuzung ("Drei-Eichen-Kreuzung")
kurz vorm Raßnitzer See erreichen. Hier biegen Sie links ab.

"Drei-Eichen-Kreuzung"
Nun folgen Sie dem Uferverlauf des Raßnitzer Sees. Noch bevor Sie den Verbindungskanal zum
Wallendorfer See erreichen, finden Sie ein Schild mit dem Hinweis "Radlertreff". Dort biegen Sie links ab und fahren über die alte Luppe direkt nach Wallendorf hinein. Im Ort fahren Sie zunächst geradeaus,
um dann nach links oben in den Kellerberg einzubiegen, an dessen Ende Sie den historischen
"Weinkeller Wallendorf" finden.

Hinweisschild "Radlertreff Historischer Weinkeller Wallendorf"



Weinkeller Wallendorf
Der Legende zufolge soll bereits Kurfürst August Friedrich von Sachsen im Jahre 1538 hier
eingekehrt sein. Leider hatte er’s nicht so gut wie Sie - die Gose ist erst 200 Jahre später in unseren
Gefilden eingeführt worden, als der Alte Dessauer 1738 das Ausschankrecht für die erste
Gosenschänke beim Leipziger Rat erwirkte. Also: Nichts kann und soll Sie davon abhalten, sich nach
Ihrem langen Weg bei einer wohlverdienten Gose und einem phantastischen Imbiß im urigen
Gewölbe des Weinkellers – bei gutem Wetter auch davor im Freien – ordentlich zu stärken.


Das nächste Teilstück schaffen Sie nach dieser Rast nun auch noch. Sie nehmen wieder die
Kellerbergstraße zurück, biegen dann aber unten links in die Mühlstraße ab und kommen schließlich an der Wallendorfer Kirche vorbei auf den kleinen Weg links des alten Luppe-Bettes.
Sobald Sie die Brücke erreichen, überqueren Sie die Luppe und kommen auf einem zunächst
asphaltierten Weg zurück zum Seeufer. Dort biegen Sie links ab, um auf dem Uferweg weiter in
Richtung Westen zu fahren bis Sie das Hinweisschild nach Löpitz erreichen. Hier biegen Sie links ab
und gelangen auf diesem Wege in den Ort hinein.
Im ehemaligen Rittergut finden Sie die Gastwirtschaft zum "Schloss Löpitz", welche erst im
Sommer 2008 von der Wirtsfamilie Schultze wieder eröffnet wurde. Ein Wunder, nachdem die
Gastwirtschaft vom Vorbesitzer restlos entkernt wurde.


Schloß Löpitz
Das Rittergut entstand wahrscheinlich im 12. Jahrhundert, während das heutige Gutshaus um die
vorletzte Jahrhundertwende errichtet wurde. Einige Details lassen auf unterschiedliche Bauepochen
und Planänderungen während der Bauzeit schließen. So sind im Keller drei Gewölbedecken
vorhanden, die einen älteren Ursprung haben könnten.
Vom Löpitzer Schloss aus fahren Sie hinter der Neubausiedlung den direkten Weg zurück zum See.
Dort angekommen, biegen Sie links ab und fahren weiter in Richtung Westen bis zum Ende des
Wallendorfer Sees. Dann geht es rechts hinunter und weiter auf dem geteerten Weg zwischen den
Kiesgruben linkerhand und dem Wallendorfer See rechts nach Norden. Bald erreichen Sie die Wallendorfer
Straße, die Sie direkt nach Burgliebenau führt und an der Landstraße ("Fürstendamm") endet.

Wallendorfer See

In Burgliebenau haben Sie seit Kurzem zwei Möglichkeiten, Ihre nächste Gose-Rast einzulegen:
Zum einen die neue Hofwirtschaft "Zum See" - diese finden Sie Am Wallholz. Dazu biegen Sie
rechts kurz auf die Landstraße ab, um dann gleich wieder rechts ins Wallholz abzubiegen.
Zum anderen hat kürzlich auch die Gaststätte "Grüne Aue" wieder eröffnet. Diese finden Sie in
der Dorfstraße. Dazu überqueren Sie die Landstraße ("Fürstendamm") geradeaus, biegen dann am
Dorfteich links zur Gaststätte ab.
In Burgliebenau sollten Sie auf keinen Fall versäumen, sich nach den Konzerten in der Barockkirche
zu erkundigen! Diese Kirche wurde von dem bekannten mitteldeutschen Künstler Hans Rothe vor
dem Verfall gerettet und in jahrelanger Kleinarbeit original restauriert. Der Leipziger
Gewandhausorganist Michael Schönheit hat für die Orgel gesorgt und organisiert die wunderbaren
Sommerkonzerte des "Freundeskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger
Landes". Beide Künstler leben auch im Ort.
Nun zurück zur Wanderroute - in Burgliebenau haben Sie die Wahl:
Sie kommen auf dem Hauptweg weiter über Döllnitz nach Wörmlitz (18 km).
Falls Sie aber an dieser Stelle ein ganzes Stück abkürzen möchten oder müssen, können Sie auch die
Alternativstrecke von Burgliebenau über Kollenbey nach Wörmlitz nutzen (13 km).

Elsteraue bei Burgliebenau
Vom Wallholz aus fahren Sie den Weg weiter und überqueren die Straße ("Fürstendamm") ins Dorf hinein. Dann folgen Sie der Dorfstraße durch ganz Burgliebenau, an der Barockkirche vorbei, bis Sie
über das alte Elster-Bett bis auf den Süddamm der kanalisierten Elster gelangen. Auf oder unter dem
Damm geht es ein kleines Stück flussaufwärts bis zur Straßenbrücke, auf der Sie nun die Elster
überqueren (der Weg über die flussabwärts gelegene Eisenbahnbrücke ist offiziell nicht erlaubt!).
Nach der Brücke geht es dann auf dem Norddamm flussabwärts weiter. Kurz nach Unterquerung der
Eisenbahnbrücke erreichen Sie bald ein Wehr, den so genannten Hubschütz. Hier verlässt die Elster
das kanalisierte, eingedeichte Bett und nimmt wieder ihren schönen mäandernden Verlauf durch den
Wald nach Döllnitz.

Der Hubschütz - ein Regulierungswehr an der Elster bei Döllnitz

Elsterwehr Döllnitz

Wald beim Hubschütz
Sie nehmen nun den Weg vor dem Hubschütz rechts und kommen so an der Elster entlang zum
Ortseingang Döllnitz. Dort biegen Sie links ab und gelangen sehr bald durch einen schmalen Fußweg
zur Kirche und zur verfallenen Döllnitzer Mühle. Weiter geht es aber geradeaus durch die Elstergasse zum bekannten Döllnitzer Gasthof "Bad".

Verfallene Döllnitzer Mühle an der Mühlelster
Hier können Sie Ihre Gose am originalen Ort genießen! Ihren Namen hat die Wirtschaft
übrigens daher, dass sich hier an der Weißen Elster im 19. Jahrhundert ein beliebtes Fluss- und
Wannenbad befunden hat, welches noch bis 1959 genutzt wurde. Der erfahrene Döllnitzer Gosewirt
Müller erzählt Ihnen gern alles über die alte Gosetradition des Ortes. Natürlich kann er Ihnen auch
Tipps und Auskunft über die weitere Strecke geben. Neben seinem Lokal steht übrigens der
Nachbau eines alten Gosewagens!


Gasthof "Bad" in Döllnitz



Gosewagen auf dem Gasthof "Bad"
| Strecke: |
3,0 km |
| Verkehrsanbindung: |
Von Döllnitz führt die Buslinie 724 nach Merseburg bzw. Schkeuditz. |
Wenn Sie die Döllnitzer Traditionsgaststätte verlassen, führt Sie der Weg jetzt nach Dieskau. Vom
"Bad" fahren Sie die Elstergasse weiter nach links in Richtung des leider verfallenen Döllnitzer Gutes,
das jetzt zumindest in Teilen etwas ausgebaut wird.

Döllnitzer Gut
Links sehen Sie das einst so stolze Rittergut mit dem Storchennest oben auf dem Schornstein und rechts die bis 1945 betriebene gutseigene Mälzerei - zuletzt Lackfabrik. Hier wurde früher fast alles
selbst hergestellt: Das Getreide für das Malz, die Kohle für die Befeuerung der Braukessel, die Ziegel
für die Gutsgebäude usw. Selbst die Pferde, die die berühmten braunen Gosewagen nach Halle und
Leipzig zogen, wurden hier selbst gezüchtet.

Feld zwischen Döllnitz und Dieskau
Sie biegen nun halbrechts in die Ledermannstraße ein. Johann Phillip Ledermann war – wie bereits erwähnt - der erste Braumeister der Ritterguts Gose ab 1824. Sie kommen nun auf die
ehemalige Hallesche Straße, welche anlässlich der Eingemeindung des Dorfes nach Schkopau in
"Gosestraße" umbenannt wurde! Nach Dieskau müssen Sie etwas den Berg hinauf und dann geradeaus
weiter in die Mühlenstraße. Sie sehen nun schon bald die Spitze vom Dieskauer Park. Die Hecke am
Feldweg wurde 1992 von vielen freiwilligen Helfern an nur einem einzigen Tag gepflanzt.

Dieskauer Park
Park und Schloss Dieskau sind eine separate Reise wert. In der Kirche gibt es die bekannten
Konzerte des "Dieskauer Sommers". Bei den Schlossführungen sonnabends und sonntags jeweils
14.00 und 16.00 Uhr werden hochinteressante Informationen über Baugeschichte, historische
Entwicklung, Park usw. geboten. Im "Schloß Dieskau" erwartet Sie ein Café und ein Restaurant -
bei gutem Wetter sollten Sie Ihre Gose natürlich auf der schönen Schlossterrasse genießen!

Blick zum Schloss Dieskau



Das Schloss Dieskau zählt zu den bedeutendsten Schlössern der Renaissance in ganz Sachsen-
Anhalt. Seine heutige Gestalt ist von einer langen Baugeschichte geprägt und mit seiner reichen
Raumausstattung ein Zeugnis der Entwicklung adliger Wohnkultur und bürgerlicher Handwerkskunst
von der Gotik bis zum Historismus. Zusammen mit der Kirche und dem 67 ha großen Landschaftspark
bildet es ein in dieser Form einmaliges Ensemble von besonderem Reiz.
| Strecke: |
3,3 km |
| Verkehrsanbindung: |
S-Bahn ab Bahnhof Dieskau – Zwintschöna nach Leipzig und Halle. |
Vom Dieskauer Schloss nehmen Sie jetzt am besten den Weg, der von der Schlossterrasse südlich
hinunter in den Park führt. Am Ende des Parks stoßen Sie auf den großen Mühlteich. Sie folgen dem
Weg am Teich entlang - an einem Obelisken vorbei - und biegen dann links ab in das Wäldchen.
Diesem Weg folgend kommen Sie bald auf eine Wiese. Sie überqueren nun erst den Reidebach, dann
die Straße. Jetzt stehen Sie vorm Eingang zum Sportplatz der Kanuten am Osendorfer See.
Hier können Sie zwischen zwei verschiedenen Strecken wählen:
Der einfache Weg (4,5 km): Sie folgen nun dem Radweg links, parallel zur Straße bis zum Ende.
Dort biegen Sie rechts auf die Regensburger Straße ab und kommen so nach Osendorf und Radewell. Sie bleiben auf dieser Straße bis Sie in Ammendorf auf die Merseburger Straße (B 91) stoßen.

Aufstieg zur Osendorfer Kippe
Der sportive Weg (5,5 km - nur bei trockenem Wetter zu empfehlen!): Auch hier folgen Sie zunächst ein kurzes Stück dem Radweg links, parallel zur Straße. Am Hinweisschild "Gosewanderweg Ammendorf"
halten Sie und schieben Ihr Rad rechts den Berg hinauf. Oben fahren Sie erst rechts, dann wieder
leicht links und folgen schließlich dem Weg am Waldessaum entlang. Am Waldrand überqueren Sie
den kleinen Acker nach links. An dessen Ende noch einmal kurz links und gleich wieder rechts und
schon stehen Sie vor der landwirtschaftlichen Betriebsstelle des Gutes Döllnitz - von hier aus wird die
biologisch-dynamische Landwirtschaft in der Gemarkung Döllnitz und in der Elsteraue betrieben
(wegen der Hunde bitte nicht hinein fahren – bei Interesse bitte zum Tag des offenen Hofes
anmelden!). Das Gut bewirtschaftet auch den Wald auf der Halde oberhalb der Anlage, den Sie nun
durchqueren werden. Sie steigen dazu steil den schrägen Weg in den Wald hinauf und verfolgen ihn
halbrechts weiter, bis es wieder leicht bergab geht. Anschließend geht es links hinunter und am Fuße
des Waldes kommen Sie auf die Alfred-Reinhardt-Straße, die direkt nach Radewell hinein führt. Am
Ende dieser Straße geht es rechts in die Regensburger Straße unter der Bahn hindurch zur Merseburger
Straße (B 91).

Eingang Gut Döllnitz
| Strecke: |
5,5 km bzw. 6,5 km |
An der Merseburger Straße (B 91) in Ammendorf angekommen, überqueren Sie diese am besten auf dem Fußgängerüberweg an der Straßenbahnhaltestelle am Florian-Geyer-Platz. Danach halten Sie sich auf dem Fußweg rechts und biegen gleich anschließend in die links abgehende Georgi-Dimitroff-Straße ab. Dort geht es nun weiter in Richtung Beesen. Man verlässt diese Straße schon nach ca. 200 m wieder und fährt halblinks auf die Feuerwehr zu. Nun folgt man der ruhigeren Elsterstraße weiter in Richtung Beesen. Dort wieder gelangt man zurück auf die Dimitroffstraße und fährt gerade aus nach Beesen hinein und hindurch. *
* (In Beesen lohnt ein kleiner Abstecher zum Beesener Gut: Dazu bleiben Sie allerdings – anders als
oben beschrieben - oben auf der Dimitroffstraße und biegen, sobald Sie das Gut sehen, links in die
Gutsstraße ab. Hier können Sie einen Blick in die Waldorf-Schule im Rittergut mit der gelungenen Kombination von alten Gutsgebäuden und inspirierender anthroposophischer Architektur werfen.)

Schafbrücke über die Elster bei Beesen
Hinter Beesen geht es von der Dimitroffstraße einige Meter auf der großen Karlsruher Straße und dann beim Rondell links in die Kaiserslauterner Straße, der man bis zur Kreuzung nach Röpzig folgt. Am Kreisverkehr, wo sich auch das Telekomgebäude befindet, biegen Sie rechts in den Eierweg ab. Diesen Weg fahren Sie immer weiter geradeaus und biegen am Ende nach links ab, wie ausgeschildert. Dann unter der Hochspannungsleitung in die Prager Straße hinein und an deren Ende wieder nach rechts in die Kaiserslauterner Straße. Weiter geht’s unter der Bahn hindurch, dann haben Sie die Gastwirtschaft "Wörmlitzer Hof" erreicht. Leider gab es hier kurz vor Redaktionsschluss einen Wirtswechsel, infolge dessen es hier keine Gose mehr im Ausschank gibt!
A L T E R N A T I V S T R E C K E
Wie oben angekündigt, können Sie von Burgliebenau aus auch auf einer etwas kürzeren
Alternativstrecke durch die Saaleaue nach Halle-Wörmlitz gelangen. Allerdings müssen Sie dann
leider Döllnitz und Dieskau auslassen.
Der Weg führt als erstes nach Kollenbey, dem wunderhübschen Auendörfchen. Dazu biegen Sie
- vom Wallholz kommend - zunächst links auf die Landstraße (Fürstendamm) nach Süden in Richtung
Merseburg ab. Nach einem kurzen Stück auf der Straße biegen Sie dann rechts auf einen etwas
löchrigen, aber meist trockenen Feldweg rechts ab und kommen schließlich nach Kollenbey. (Leider ist
das Befahren des Damms nördlich von Burgliebenau von der Wasserwirtschaft nicht gestattet - Sie
wären sonst sehr schnell durch eine wunderschöne Landschaft nach Kollenbey gelangt.)
Döllnitz wie Kollenbey haben Störche. In Kollenbey nehmen Sie die wenig befahrene Straße in
Richtung Bundesstraße B 91 nach Westen. Sie kreuzen die Bundesstraße direkt und folgen dem Schild
nach Planena. Sie finden in diesem Ort bereits Schilder zum "Saale-Wanderweg", denen Sie bitte
aufmerksam folgen.
Sowie Sie das Saalewehr hinter Planena überquert haben, zeigt das Wanderwegsschild scharf nach
links. Sie kommen nun nach Rattmannsdorf und gelangen dann auf einem separaten Radweg neben der
Hauptstraße in Richtung Holleben. Rechts haben Sie die Saale, links die schönen Rattmannsdorfer Teiche -
dies entschädigt für ein bißchen Verkehrslärm an der Hauptstraße.
Auf diesem Weg kommen Sie nach Hohenweiden. Dort zeigt wieder ein "Saale-Wanderweg"-Schild nach
rechts in den Ort hinein. Wenn Sie an das Vorfahrtsschild gelangen, fahren Sie noch einmal rechts ab
in Richtung Röpzig.
Hinter Röpzig geht es über die Saale und dann den Eierweg steil bergauf. Oben am Kreisverkehr
angekommen lassen Sie das Telekomgebäude links liegen und fahren den nun schmaler werdenden
Eierweg immer weiter geradeaus bis nach links ausgeschildert ist. Dann unter der Hochspannungsleitung
in die Prager Straße hinein und an deren Ende nach rechts in die Kaiserslauterner Straße. Weiter geht’s unter der Bahn hindurch, dann zur Gastwirtschaft "Wörmlitzer Hof". Leider gab es hier kurz
vor Redaktionsschluss einen Wirtswechsel, infolge dessen hier keine Gose mehr ausgeschenkt wird!

Wörmlitzer Hof
An dieser Stelle stößt die Alternativstrecke von Burgliebenau über Kollenbey wieder auf den regulären Gose-Hauptweg.
Von WÖRMLITZ die Saale entlang zum GIEBICHENSTEIN
Vom "Wörmlitzer Hof" aus fahren Sie - gleich vorm Eingang des Gasthauses – rechterhand
die Anglerstraße hinunter. Am ersten Abzweig biegen Sie rechts ab und gelangen so auf einen
schmalen Uferweg direkt neben der Saale. Diesem folgen Sie nun flussabwärts. Nachdem Sie die
Kleingärten passiert haben, fahren Sie rechts hoch zum Böllberger Weg. Hier biegen Sie links ab und
fahren kurzes Stück entlang der mehrspurigen Hauptstraße weiter. Nach nur ca. 100 m erreichen Sie
die neue Rabeninselbrücke, die Sie überqueren. Auf der anderen Saaleseite angelangt, befahren Sie den
dortigen Uferweg flussabwärts. Nach dem Haus des Schleusenwärters macht der Weg eine
Rechtskurve und führt zu der Brücke, über die Sie die Rabeninsel wieder verlassen. Immer geradeaus
gelangen Sie zur Brücke über das Pulverweidenwehr, die ebenfalls zu überqueren ist.
Sie befinden sich nun auf den Pulverweiden und biegen gleich nach der Brücke rechts ab. Bald
unterqueren Sie die Hafenbahnbrücke und treffen auf den Saale-Radwanderweg, dem Sie in flussabwärtiger
Richtung folgen. Vorbei am alten Gasometer gelangen Sie zur großen Straßenbrücke der
B 80, die zu unterqueren ist. Mit Blick auf das Halloren- und Saline-Museum stoßen Sie im Bereich
des ehemaligen Karstadt-Kaufhauses auf die Mansfelder Straße, in die Sie links einbiegen. Auf der
Elisabethbrücke gelangen Sie über die Stromsaale und fahren nach der Brücke sofort rechts hinunter
und folgen wieder dem Flusslauf.

Blick auf den Dom vom Karstadt Halle
Schließlich gelangen Sie nahe einer weiteren Teilung des Flusses auf der Schafbrücke über die hier links abzweigende Wilde Saale auf die Peißnitz-Insel. Dort fahren Sie auf den Hauptwegen am ehemaligen Gut Gimmritz vorbei und biegen vor dem Planetarium rechts ab und überqueren den Hauptstrom der Saale auf der Brücke der Freundschaft. Gleich danach biegen Sie im 270°-Winkel ab und fahren unter
der Brückenauffahrt hindurch. Bald gelangen Sie über die Ochsenbrücke und fahren anschließend am
Rive-Ufer weiter flussabwärts in Richtung Giebichenstein. Der Legende nach soll dort Landgraf Ludwig
von Thüringen - mit einem Umhang als Fallschirm - von der Burg in die Saale gesprungen und somit
seinem Todesurteil entronnen sein - fortan nannte man ihn deshalb "Ludwig der Springer".
Vor dem Giebichenstein und der Kröllwitzer Brücke geht es rechts die Fährstraße hoch und gleich noch
einmal rechts in die Burgstraße hinein. Auf der rechten Seite der Burgstraße finden Sie in Nr. 71 die
urige Hallische "Gosenschänke", die sehr viel von ihrem alten Flair erhalten hat. Jedes Jahr ab
Himmelfahrt ist auch der Biergarten für Sie geöffnet. In dieser gepflegten Gastlichkeit wird Ihnen
Gosenwirt Ingo Schneider nicht nur die wohlverdiente Abschluss-Gose servieren, sondern Ihnen
auch noch einiges Interessantes zur Gosenschänke und natürlich zur Gose erzählen können.
| Strecke: |
6,0 km |
| Verkehrsanbindung: |
Straßenbahn ins Stadtgebiet und zum Hauptbahnhof Vom Hauptbahnhof Bahnverbindung nach Leipzig |
Tipp: Falls Sie immer noch nicht müde sind, gibt es in Halle noch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten und - Sie ahnten es wahrscheinlich - weiterer Gosekneipen, z.B. die "Alte Post" in der Bernburger Straße.
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Sie haben den Weg geschafft - Gratulation & Goseanna!
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